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Von Würze und Ameisen


 Kennt ihr das? Man bohrt den Finger so richtig tief in die Nase und angelt dann ein würziges Stück heraus. Mhm, lecker. Manchmal ist auch noch etwas knuspriges dran. Das ist mein 1. kleines Frühstückchen – da brauche ich keinen „morgens früh um halb zehn-Brake“. Nee, wie langweilig.

Heute morgen, als ich zur Arbeit fahren wollte, kam ich nicht weit, denn nach fünf Minuten musste ich schon wegen einer Ameisenstraße anhalten. Ja, richtig gehört. Eine Ameisenstraße quer über die Straße! Seit wann liegen Straßen quer auf anderen Straßen? Hab' ich noch nie gehört und gesehen. Nun war es anders. Ich hielt also an, stieg aus meinem Auto und kniete mich neben die Ameisen. Die waren richtig voll beladen. Wollten die etwa umziehen? Das will ich auch! Raus aus'm Veedel – rein ins Veedel.

Die ersten Ameisen trugen eine Bratwurst. Nein, nicht am Stück! Stück für Stück von einem zerquetschten Pappteller vermute ich, aber gesehen habe ich ihn nicht. Die nächsten Ameisen trugen Holzspäne; sie ähnelten Zahnstochern und die nächsten: (jetzt, denkste an Pommes, oder?)                            sie trugen nichts.

Wie die Menschen: Erst haben 'se Hunger, dann puhlen sie in den Zähnen und dann sind 'se satt. Ist doch logisch.

Während ich noch über den Sinn und Unsinn von Ameisenstraßen sinnierte – also was wirklich sinnvolles tat – machte der Autofahrer hinter meinem Auto etwas wirklich unsinniges: er fuhr in mein Auto! Besser als Domino. Sein Auto fuhr in mein Auto und mein Auto (über)fuhr mich; jedenfalls fast. Jetzt ist die Schnalle meines linken Sandalen weg.

So ein Mist.



das Nackedei

15.6.16 20:34, kommentieren

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